Ein Raupenkran ist ein fahrbarer Auslegerkran auf einem Kettenfahrwerk. Anders als Mobilkrane auf Radfahrwerken verteilt das Kettenfahrwerk die Last auf eine größere Fläche und ermöglicht so Einsätze auf weichem oder unebenem Untergrund.
Raupenkrane kommen überall dort zum Einsatz, wo stationäre Krane fehlen oder nicht wirtschaftlich sind. Die Einsatzgebiete sind vielfältig: Montage von Betonfertigteilen und Stahlkonstruktionen, zum Beispiel beim Bau von Funktürmen und Freileitungsmasten, Hochbau, Brückenbau, Aufbau von Windenergieanlagen, Großbaustellen wie die Montage von Containerterminals, Aufbau verfahrenstechnischer Anlagen wie Großtankbehälter, Aufbau von Kraftwerken, Aufbau von petrochemischen Anlagen sowie Bergung von verunfallten Schienen- oder Straßenfahrzeugen.
Das Kettenfahrwerk ermöglicht Bewegungen auch unter Last, sodass der Kran ohne vollständiges Abbauen umgesetzt werden kann. Allerdings ist der Transport zum Einsatzort aufwendiger. Raupenkrane werden in Komponenten zerlegt und auf Tieflader-Zügen zur Baustelle gebracht. Dort erfolgt die Montage – je nach Modell auch als Selbstmontage, bei der der Kran seinen eigenen Ausleger aufrichtet. Diese Rüstzeiten müssen in die Einsatzplanung einberechnet werden.
Die meisten Raupenkrane arbeiten mit Gittermasten, die sich modular verlängern lassen. Diese Bauweise erreicht große Auslegerlängen bei vergleichsweise geringem Eigengewicht. Moderne Modelle bieten Spezialfunktionen wie überstreckbare Knickarme oder Fly-Jibs.
Für die Einsatzplanung ist eine sorgfältige Vorbereitung notwendig. Alle Informationen über Anfahrwege, Bodenbeschaffenheit, Hubkoordinaten und Lasteigenschaften sind im Vorfeld zu beschaffen. Der Untergrund muss die Flächenpressung aufnehmen. Bei Großgeräten kommen Genehmigungen für Schwertransporte hinzu.
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