Die Richard Kölch & Sohn GmbH aus Fürth hat einen neuen Liebherr LTM 1060-3.1 in Betrieb genommen. Der Mobilkran in der 60-Tonnen-Traglastklasse ersetzt einen 55-Tonner eines Mitbewerbers und komplettiert damit eine strategische Neuausrichtung: Innerhalb von nur zwei Jahren hat das Familienunternehmen seinen gesamten Kranfuhrpark auf Liebherr-Mobilkrane umgestellt.

„Ein Kran in der 60-Tonnen-Traglastklasse ist in der heutigen Zeit unserer Meinung nach nicht mehr wegzudenken. Der neue Kran integriert sich ideal in unser Leistungsspektrum und ermöglicht uns, Einsätze noch effizienter und flexibler abzuwickeln", erklärt Geschäftsführer Alexander Kölch.

Warum Kölch auf die 60-Tonnen-Klasse setzt

Die Entscheidung für den dreiachsigen LTM 1060-3.1 fiel nach einer klaren Analyse der Einsatzanforderungen. Das Unternehmen setzt den Kran vorrangig im Fertigteilbau, im allgemeinen Baugewerbe, bei Industrieprojekten sowie bei Maschinenmontagen in Werkhallen ein. Die Kombination aus hoher Tragfähigkeit und kompakter Bauweise war dabei ausschlaggebend: Der Kran verfügt über einen 48 Meter langen Teleskopausleger und eignet sich dank seiner Mobilität besonders für Einsätze auf engen Baustellen und im innerstädtischen Bereich.

Für Kölch stellt die 60-Tonnen-Klasse heute einen unverzichtbaren Bestandteil moderner Hebeeinsätze dar. Die Maschine schließt die Lücke zwischen kleineren Kranen und den Schwergewichtsklassen und deckt damit ein breites Spektrum an Einsatzszenarien ab – von der Montage von Fertigteilelementen bis zum Heben schwerer Maschinenkomponenten in Produktionshallen.

Einheitliche Bedienung als Effizienzfaktor

Neben den reinen Leistungsdaten spielte die einheitliche Bedienphilosophie der Liebherr-Mobilkrane eine zentrale Rolle bei der Kaufentscheidung. Das LICCON-Steuerungskonzept ermöglicht den Kranfahrern eine intuitive und komfortable Bedienung und erleichtert den Einsatz unterschiedlicher Krantypen innerhalb der Flotte. Für ein Unternehmen, das derzeit vier Mobilkrane betreibt, bedeutet das kürzere Einarbeitungszeiten, flexibleren Personaleinsatz und ein geringeres Fehlerrisiko.

Die vollständige Umstellung auf einen Hersteller bringt weitere praktische Vorteile: Wartungsprozesse lassen sich effizienter gestalten, Ersatzteillogistik vereinfachen und Schulungen standardisieren. Für Flottenmanager ist das ein greifbarer Wettbewerbsvorteil – insbesondere in einem Markt, in dem Maschinenverfügbarkeit direkt über Auftragskapazität entscheidet.

Kompletter Kranfuhrpark jetzt von Liebherr

Mit der Neuanschaffung ist die Umstellung des gesamten Mobilkranfuhrparks auf Liebherr abgeschlossen. Die Flotte von Kölch umfasst aktuell rund 40 Fahrzeuge, darunter vier Mobilkrane: den neuen LTM 1060-3.1, einen LTM 1090-4.2, einen LTM 1230-5.1 sowie einen Mobilbaukran MK 88-4.1. Damit deckt das Unternehmen Traglasten von rund 60 bis über 200 Tonnen ab und kann ein breites Spektrum an Hebe- und Montageaufgaben bedienen.

„Uns überzeugt das Gesamtpaket – vom kompetenten Vertrieb über die hohe Produktqualität bis hin zum zuverlässigen Kundendienst. Liebherr steht für Qualität, Innovation, Sicherheit und einen ausgezeichneten Service. Diese Werte passen zu unserem eigenen Anspruch, unseren Kunden jederzeit zuverlässige und professionelle Leistungen anzubieten", so Alexander Kölch.

Was die Umstellung für den Mobilkranmarkt bedeutet

Die vollständige Umstellung eines etablierten Kranunternehmens auf einen einzigen Hersteller ist im Markt nicht selbstverständlich. Üblicherweise setzen Krandienstleister auf eine gemischte Flotte, um sich unabhängig von einzelnen Herstellern zu positionieren und Verhandlungsspielräume zu wahren. Die Entscheidung von Kölch signalisiert daher ein hohes Vertrauen in das Produktportfolio, die Servicequalität und die Ersatzteilversorgung von Liebherr.

Für Liebherr stärkt die Referenz die Position im deutschen Kranmarkt – insbesondere in einem Segment, das von starker Konkurrenz durch Anbieter wie Tadano, Grove und Terex geprägt ist. Die Umstellung zeigt zudem, dass Flottenmanager zunehmend auf Telematik-Integration, einheitliche Bedienkonzepte und Lifecycle-Kosten achten – nicht nur auf den reinen Anschaffungspreis.

50 Jahre Kölch: Erfahrung trifft Investition

Das Familienunternehmen Richard Kölch & Sohn wurde 1977 gegründet und blickt auf nahezu fünf Jahrzehnte Unternehmensgeschichte zurück. Im Jahr 2027 feiert das Unternehmen sein 50-jähriges Bestehen – ein Meilenstein, der für Erfahrung, Kontinuität und stetige Weiterentwicklung steht. Die jüngste Investition in den LTM 1060-3.1 ist damit auch ein Signal, dass das Unternehmen weiterhin auf Wachstum und technologische Modernisierung setzt.

Die strategische Neuausrichtung auf einen einzigen Kranhersteller kurz vor dem Jubiläum unterstreicht den langfristigen Ansatz der Geschäftsführung. In einem Markt, der durch steigende Anforderungen an Sicherheit, Emissionen und digitale Vernetzung geprägt ist, kann eine homogene Flotte entscheidende Effizienzvorteile schaffen – von der Fahrerschulung über die Wartungsplanung bis zur Einsatzdisposition.

Weitere Informationen zur strategischen Flottenmodernisierung finden Sie in unserem Artikel Grúas Aguilar erweitert Flotte um 15 Liebherr-Krane. Details zu digitalen Steuerungssystemen in Baumaschinen lesen Sie unter Wie Baumaschinen-Telematik Ihre Flotte effizienter macht.