Drei Liebherr Turmdrehkrane vom Typ EC-B Flat-Top haben 14 Monate lang sämtliche Hebearbeiten am Rohbau des KI-Projekts im Stadtteil Part-Dieu in Lyon übernommen. Das Bauunternehmen GCC Auvergne Rhône-Alpes setzte einen 340 EC-B 12, einen 205 EC-B 10 und einen 150 EC-B 8 ein, um auf einer der beengtesten innerstädtischen Baustellen Frankreichs einen gemischt genutzten Gebäudekomplex mit Büroflächen, Wohnungen und einer Dachterrasse zu errichten.
Die Baustelle liegt eingezwängt zwischen dem Einkaufszentrum Part-Dieu und der Tour Oxygène, einem rund 115 Meter hohen Turm. Der verfügbare Raum für die Kranpositionierung war knapp bemessen, die Ausleger mussten teilweise mit einem Abstand von nur drei Metern an der Fassade der Tour Oxygène vorbeischwenken. Hakenhöhen von bis zu 73 Metern waren erforderlich, um das Gebäude über die gesamte Rohbauhöhe hinweg zu bedienen – von den unteren Bürogeschossen bis zu den Spitzen der Wohntürme.
340 EC-B 12 als Hauptkran mit 73 Metern Hakenhöhe
Der Hauptkran, ein 340 EC-B 12, wurde auf einem 8 Meter hohen Fundament installiert. Diese Konfiguration erhöhte die Hakenhöhe auf 73 Meter bei einer Auslegerlänge von 57,5 Metern. Mit einer maximalen Tragkraft von 12 Tonnen deckte der Flat-Top-Kran die vertikale Reichweite ab, die nötig war, um das Gebäude über die gesamte Rohbauphase hinweg zu bedienen. Das erhöhte Fundament verschaffte die geometrischen Freiräume, um die Arbeitsradien des Krans exakt auf den Bauablauf abzustimmen.
Der zweite Kran, ein 205 EC-B 10, arbeitete mit einer Hakenhöhe von 68 Metern und einem Ausleger von 52,5 Metern. Er bewältigte die anspruchsvollste Platzsituation des gesamten Projekts: Sein Ausleger schwenkte mit nur drei Metern Abstand an der Fassade der benachbarten Tour Oxygène vorbei. Diese Konstellation erforderte eine präzise Modellierung von Schwenkbereichen, Lastwegen und Windverhalten bereits in der Planungsphase, bevor auf der Baustelle das erste Kranelement montiert wurde.
150 EC-B 8 für Sockelbereich und Materialversorgung
Der dritte Kran im Einsatz, ein 150 EC-B 8 mit 47 Metern Hakenhöhe, übernahm während des gesamten Bauzyklus die Abdeckung der unteren Ebenen sowie die Materialversorgung des Sockelbereichs. Die Kombination aus drei Flat-Top-Kranen ermöglichte es, die Hebearbeiten über den gesamten 14-monatigen Zeitraum ohne Unterbrechung durchzuführen – in einem der am dichtesten bebauten Stadtblöcke Frankreichs.
Das KI-Projekt, im Auftrag des Bauträgers Cogedim und entworfen vom japanischen Architekten Sou Fujimoto, umfasst 21.000 m² Bürofläche, 85 Wohnungen in zwei stufenförmig angeordneten Wohntürmen, eine Dachterrasse über dem siebten Bürogeschoss sowie einen begrünten Innenhof. Die Caisse d'Epargne Auvergne Rhône-Alpes richtet im Erdgeschoss ihre neue Flaggschiff-Filiale ein.
Kreislaufwirtschaft und städtebauliche Neugestaltung
Der Abriss des ehemaligen Gebäudes erfolgte zwischen 2022 und 2024, der Neubau der KI-Baustelle lief bis 2026. In der Abrissphase wurden Materialien aus dem Vorgängergebäude auf eine mögliche Wiederverwendung im Neubau geprüft oder als Zeitzeugen der Standortgeschichte bewahrt, statt sie einfach zu entsorgen. Diese Prinzipien der Kreislaufwirtschaft sind Teil der laufenden Neugestaltung von Lyons Stadtteil Part-Dieu, der eine der größten Konzentrationen an Büroflächen des tertiären Sektors in Frankreich beherbergt.
Die Integration von 2.000 m² begrünter Außenfläche, einschließlich des von Landschaftsarchitekten gestalteten Innenhofs, wirkt dem städtischen Hitzeinseleffekt entgegen, der durch die verdichtete Bebauung in diesem Teil Lyons historisch verstärkt wurde. Die Mischung aus Sozial-, mittlerem Miet- und freifinanziertem Wohnraum innerhalb einer hochwertigen Bürofläche spiegelt einen städteplanerischen Ansatz wider, der Wohnen und Geschäftsviertel miteinander verzahnen will.
Flat-Top-Bauweise als Lösung für beengte Baustellen
Die Flat-Top-Kranbauweise von Liebherr erwies sich als entscheidende Lösung für die außergewöhnlichen Platzverhältnisse der Baustelle. Die drei EC-B-Krane meisterten die Herausforderungen durch eine Kombination aus präziser Planung und den inhärenten Vorteilen dieser Bauweise. Der Verzicht auf eine Turmspitze ermöglicht es Flat-Top-Kranen, auch in Situationen mit begrenztem Luftraum und dichter Nachbarbebauung zu operieren – ein entscheidender Vorteil in innerstädtischen Lagen wie Part-Dieu.
Das KI-Projekt zeigt, wie moderne Kranlogistik auf innerstädtischen Baustellen funktionieren kann, wenn technische Präzision und baustellenspezifische Konfiguration ineinandergreifen. Die Kombination aus erhöhten Fundamenten, exakt berechneten Schwenkradien und der Koordination dreier Krane auf engstem Raum ermöglichte einen funktionierenden, effizienten Baubetrieb über 14 Monate hinweg – trotz der extremen räumlichen Einschränkungen in einem der dynamischsten Geschäftsviertel Frankreichs.
Liebherr
Weltweit führender Hersteller von Baumaschinen und Kranen
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.



