Ein Mobilkran ist eine selbstfahrende Hebemaschine, die schwere Lasten kontrolliert vertikal und seitlich bewegt. Er erreicht seinen Einsatzort auf eigenem Fahrwerk, wird dort abgestützt und für den Hub eingerichtet – nach Abschluss der Arbeiten verlässt er die Baustelle wieder auf eigener Achse. Diese Kombination aus Straßenmobilität und Hebetechnik unterscheidet ihn vom Raupenkran, der für Ortswechsel meist zerlegt und vor Ort neu montiert werden muss. Typische Einsatzfelder sind Baustellen, Industrieanlagen, Maschinen- und Anlagenmontagen sowie Infrastruktur-, Energie- und Windkraftprojekte. Marktpräsente Anbieter in diesem Segment sind unter anderem Liebherr, Grove und Tadano-Faun.
Was unterscheidet einen Mobilkran von anderen Kranbauformen?
Der Mobilkran muss zwei widersprüchliche Anforderungen erfüllen: Auf der Straße ist er ein Fahrzeug, beim Heben eine standsichere Arbeitsmaschine. Dieser Wechsel erklärt Besonderheiten wie das mehrachsige Fahrwerk, die Abstützung und den Ballast. Gegenüber einem Lkw-Ladekran, bei dem ein Transportfahrzeug zusätzlich einen Kran erhält, ist beim Mobilkran das gesamte Fahrzeug um die Kranfunktion herum konstruiert – das Fahrwerk dient dem Kran, nicht umgekehrt.
Mehr dazuUntendreherkran: Aufbau, Funktion und Einsatz auf der Baustelle
Innerhalb der Mobilkrane haben sich mehrere Bauarten etabliert:
- All-Terrain-Kran (AT-Kran): der im europäischen Kranbetrieb verbreitetste Typ, ausgelegt für Straßenfahrt und Baustelleneinsatz, mit mehrachsigem, teilweise angetriebenem und gelenktem Fahrwerk sowie meist hydraulisch teleskopierbarem Ausleger über dem drehbaren Oberwagen.
- Rough-Terrain-Kran (RT-Kran): kompaktes Fahrwerk mit Allradantrieb und hoher Geländegängigkeit, ausgelegt für schwieriges Gelände statt für lange Straßenfahrten.
- City-Kran: besonders kompakt für beengte Einsatzorte wie Innenstädte, Industrieanlagen oder Hallen – hier zählt die Zugänglichkeit mehr als die maximale Tragfähigkeit.
- Truck Crane: auf Lkw-Fahrgestellen aufgebautes Fahrzeugkran-Konzept als weitere Variante.
Unterwagen, Oberwagen, Ausleger und weitere Bauteile greifen dabei funktional ineinander: Der Unterwagen bringt den Kran zum Einsatzort, der Oberwagen übernimmt den Hub.
Mobilkran oder Raupenkran – wann lohnt sich welche Bauform?
Mobilkrane fahren auf Reifen und sind auf schnelle Ortswechsel ausgelegt. Raupenkrane laufen auf Gleisketten, werden meist in transportfähigen Einheiten angeliefert und vor Ort montiert. Dieser zusätzliche Montageaufwand kann sich bei großen Traglasten, langen Einsatzzeiten oder besonderen Baustellenbedingungen auszahlen. Ein Mobilkran arbeitet bei den meisten Hüben abgestützt an einem festen Standort, während Raupenkrane je nach Gerät und Lastfall andere Bewegungs- und Einsatzmöglichkeiten bieten. Entscheidend ist nicht, welche Bauform grundsätzlich mehr hebt, sondern welche die konkrete Aufgabe unter den gegebenen Bedingungen erfüllt – Details zur Standsicherheit liefert der Beitrag zur Standsicherheit von Baumaschinen.
Was kann ein Mobilkran tatsächlich heben?
Eine Nennkapazität wie bei einem „250-Tonnen-Kran“ gilt nur für eine bestimmte Konfiguration und Ausladung. Je größer der Abstand zwischen Kran und Last, desto stärker wirkt die Last über ihren Hebel – derselbe Kran kann daher eine schwere Last in Kranennähe heben, bei größerer Entfernung aber nur eine deutlich geringere. Weitere Einflussgrößen sind Auslegerlänge, Ballast, Art der Abstützung, Arbeitsrichtung und die jeweilige Krankonfiguration. Welche Last tatsächlich zulässig ist, ergibt sich ausschließlich aus den Traglasttabellen beziehungsweise Traglastdiagrammen des Herstellers – die Tonnenangabe im Namen ist damit ein Richtwert, kein universell gültiger Maximalwert.
Für die Praxis auf engen Innenstadtbaustellen oder bei kurzfristigem Hubbedarf lohnt sich ein Blick auf die Marktübersicht zu Mobilkranen für innerstädtische Kranlogistik, die unterschiedliche Größenklassen und Einsatzprofile gegenüberstellt.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.


