Prallbrecher sind Maschinen zur Zerkleinerung von Material und eine spezielle Bauart von Brechern. Sie zerkleinern das zu brechende Material über die Prallzerkleinerung, indem eine hohe kinetische Energie erzeugt wird, mit der das Brechgut auf einen scharfkantigen und härteren Gegenstand trifft.
Der Aufprall der Materialbrocken erzeugt Spannungsspitzen im Material, die sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit ausbreiten und damit zu einer selektiven Zerkleinerung führen. Bereiche des Materials mit geringerer Festigkeit werden besonders gut aufgeschlossen, härtere Partikel werden aus einer weicheren Umgebung herausgelöst.
Die kinetische Energie kann auf zwei Arten aufgebaut werden, meist werden beide Arten im Brecher angewandt: Erstens wird das zu brechende Material stark beschleunigt und auf ein feststehendes Prallwerk geschleudert. Zweitens wird das Material mit moderater Geschwindigkeit auf eine schnell rotierende Trommel mit Prallkanten geleitet.
Bei einem rotierenden Prallwerk wird beim Aufprall des Materials auf die Prallleisten das Material beschleunigt und zurück auf die Auskleidung des Prallraums oder auf die in den Prallraum ragenden Prallwerke geschleudert. Im Verlauf des Materialflusses erfolgen deswegen mehrfach Prallvorgänge und Kollisionen mit anderem Material. Der Zerkleinerungsgrad ist in der Regel höher als bei Backen- und Kreiselbrechern.
Horizontal-Prallbrecher
Die Achsausrichtung des Rotors ist horizontal. Die Materialaufgabe erfolgt mittels einer Einlaufrutsche von schräg oben, manchmal auch von oben mittig. Am Rotorumfang sind mehrere axial angeordnete Schlagleisten (meist 3 bis 6 Stück) befestigt. Die Umfangsgeschwindigkeit kann zwischen 18 und 70 m/s betragen. Je höher die Drehzahl, umso höher der Zerkleinerungsgrad. Die Schlagleisten erfassen das Aufgabegut, wobei es sehr hoch beschleunigt wird. Danach prallt das Material gegen eine oder mehrere Prallwände, die an der Gehäuseinnenseite befestigt sind. Hier findet die wesentliche Zerkleinerung statt. Rotorumfangsgeschwindigkeit und Spalteinstellung zwischen den Schlagleisten und den Prallwänden beeinflussen die Sieblinie des Endproduktes. Der Horizontal-Prallbrecher kann sowohl in der ersten als auch in einer nachfolgenden Brechstufe eingesetzt werden. Er dient vor allem zur Zerkleinerung von sprödhartem und mäßig abrasivem Gestein.
Vertikal-Prallbrecher
Bei einem Vertikal-Prallbrecher ist die Achsausrichtung des Rotors vertikal. Die Materialaufgabe erfolgt von oben mittig. Das Material wird durch Zentrifugalkräfte mit hoher Geschwindigkeit nach außen geschleudert und trifft dort auf ringförmig angeordnete Verschleißelemente. Das Endprodukt fällt anschließend nach unten. Das Zerkleinerungsergebnis kann durch die Rotordrehzahl beeinflusst werden.
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