Ein Knickgelenkdumper ist ein Dumper mit Knickgelenk zwischen Vorder- und Hinterwagen — ähnlich der Knicklenkung beim Radlader. Diese Bauform kombiniert hohe Geländegängigkeit mit kleinem Wenderadius.

Das zentrale Unterscheidungsmerkmal gegenüber starren Dumpern liegt in der Lenkung: Anstelle von gelenkten Vorderrädern erfolgt die Richtungsänderung durch das mittig angeordnete Knickgelenk. Vorder- und Hinterwagen können sich gegeneinander verdrehen. Hydraulikzylinder setzen die Lenkkräfte um. Der Vorderwagen trägt Fahrerkabine und Motor, der Hinterwagen nimmt die Mulde auf.

Diese Bauweise bringt mehrere technische Vorzüge mit sich: Der kleine Wenderadius entsteht dadurch, dass der Knickpunkt mittig liegt und beide Fahrzeughälften mit ihm schwenken. Die hohe Geländegängigkeit ergibt sich daraus, dass das Knickgelenk ein gewisses Verdrehen der Fahrzeughälften zueinander erlaubt — die Maschine folgt dem Gelände und hält alle Räder im Bodenkontakt auch auf wechselndem Untergrund.

Knickgelenkdumper werden vor allem im mittleren Nutzlastbereich von etwa 15 bis 40 Tonnen als Off-Road-Schwerlast-Transporteure eingesetzt.