Ein Drehmomentwandler – auch als Wandler oder Automatikgetriebewandler bezeichnet – ist eine Komponente in einem Automatikgetriebe von Kraftfahrzeugen. Seine Hauptfunktion besteht darin, das Drehmoment des Verbrennungsmotors auf das Getriebe und schließlich auf die Antriebsräder zu übertragen. Er ersetzt die Kupplung, die in manuellen Getrieben verwendet wird.
Drehmomentwandler werden in nahezu allen Fahrzeugen mit Automatikgetriebe eingesetzt und sind besonders häufig in großen Fahrzeugen oder Lastwagen zu finden, wo ein hohes Anfangsdrehmoment erforderlich ist.
Die Funktion des Drehmomentwandlers basiert auf drei zentralen Komponenten: Pumpenrad, Turbinenrad und Leitrad. Wenn der Motor läuft, dreht sich das Pumpenrad und bewegt das Getriebeöl zum Turbinenrad. Da das Turbinenrad an das Getriebe angeschlossen ist, führt dies dazu, dass auch das Getriebe und schließlich die Räder des Fahrzeugs sich drehen.
Der zentrale Vorteil liegt in der Drehmomenterhöhung: Das Getriebeöl wird vom Pumpenrad über das Leitrad in einem günstigen Winkel auf das Turbinenrad geleitet. Je größer die Motordrehzahl im Vergleich zur Getriebedrehzahl ist – besonders bei niedrigen Geschwindigkeiten – desto größer ist das Drehmoment. Je mehr sich die Drehzahlen von Motor und Getriebe angleichen, desto weniger wird das Drehmoment erhöht.
Ein wichtiges Merkmal ist die sogenannte Drehmomentwandlerüberbrückungskupplung. Bei höheren Geschwindigkeiten, wenn die Drehzahlen von Pumpe und Turbine nahezu gleich sind, schließt sich diese Überbrückungskupplung. Sie stellt eine direkte mechanische Verbindung zwischen Motor und Getriebe her, wodurch die Effizienz verbessert wird und Schlupfverluste sinken.
Drehmomentwandler ermöglichen eine sanfte Übertragung von Motorleistung ohne ruckartigen Gangwechsel. Besonders beim Anfahren aus dem Stand bieten sie Vorteile: Das Fahrzeug kann ohne manuelle Kupplung anfahren, und die Belastung auf Motor und Antriebsstrang wird gleichmäßig verteilt.
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