Die Zahl meldepflichtiger Arbeitsunfälle ist 2025 erneut gesunken – ein positiver Trend, der sich in den Unfallstatistiken der gesetzlichen Unfallversicherung abzeichnet. Doch die DGUV lenkt mit ihrem Barometer Arbeitswelt 2026 den Blick auf eine unbequeme Realität: Sinkende Unfallquoten täuschen nicht über mangelnde Krisenresilienz hinweg.

Zum ersten Mal rückt Krisenresilienz als eigenständige Messgröße für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in den Fokus – eine Erkenntnis, die für Bauunternehmer und Flottenmanager zentral ist. Gerade in Zeiten volatiler Rohstoffpreise, Fachkräftemangel und wechselnder Einsatzanforderungen offenbaren sich bei Maschinenführern und Betriebspersonal erhebliche Widerstandsfähigkeitslücken.

Die Befragungsergebnisse zeigen, dass Erwerbstätige selbst ihre Krisenfestigkeit kritisch einschätzen – eine Warnung für Branchen, die auf kontinuierliche Verfügbarkeit und Personalkonstanz angewiesen sind. Für Bauunternehmen bedeutet dies: Sicherheitskultur muss künftig auch Resilienz-Training und Krisenszenarien einbeziehen, um Standzeiten zu minimieren und Einsatzfähigkeit dauerhaft zu sichern.