Der Ausleger ist das längste tragende Element eines Krans, Baggers oder einer Hubarbeitsbühne. Er trägt die Last und hebt sie. Im Gegensatz dazu dienen Stützausleger ausschließlich der Stabilisierung der Maschine.

Ein Stützausleger ist eine waagerechte oder schräge Konstruktion, die seitlich oder an den Ecken einer Baumaschine ausgefahren wird, um die Standfläche zu vergrößern und das Maschinengewicht samt Last auf mehrere Auflagepunkte zu verteilen. Er besteht typischerweise aus einem Träger und einer Abstützplatte am Ende. Die Platte wird hydraulisch auf den Boden gedrückt, sodass die Maschine stabil steht.

Stützausleger treten in unterschiedlichen Bauformen auf, abhängig von Maschinentyp und Einsatzanforderung: Teleskopausleger lassen sich hydraulisch ausfahren und sind Standard bei Auto- und Mobilkranen. Knickausleger finden sich bei Gelenkbühnen. Monoblock- oder Verstellausleger werden bei Baggern eingesetzt. Gittermastausleger sind typisch für Großkrane.

Vor Arbeitsbeginn muss der Maschinenführer die Stützausleger ausfahren und die Abstützplatten fest auf tragfähigen Untergrund aufsetzen. Auf weichem oder unebenem Boden sind Unterlegplatten oder -bohlen erforderlich, um die Flächenpressung zu verteilen und ein Einsinken zu verhindern.

Die zulässige Tragfähigkeit der Maschine hängt direkt von der Auslegerlänge und der Abstützbasis ab. Je weiter die Stützausleger ausgefahren sind, desto größer ist die Standfläche.

Stützausleger unterliegen hohen mechanischen Belastungen und müssen regelmäßig inspiziert werden. Prüfen Sie vor jeder Schicht: Hydraulikzylinder auf Leckagen, Abstützplatten auf Risse oder Verformungen, Verriegelungsmechanismen auf einwandfreie Funktion und den Zustand der Teleskopführungen. Verschleiß oder Beschädigungen können die Standsicherheit beeinträchtigen.