Die Qualitätskontrolle der Verdichtung stellt sicher, dass Erdarbeiten die geforderte Tragfähigkeit erreichen. Unzureichende Verdichtung führt zu Setzungen, Rissen in Gebäuden und Straßenschäden. Im deutschen Straßenbau gelten die ZTV E-StB (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen Erdbau) als Regelwerk.

Klassische Prüfverfahren umfassen den Plattendruckversuch (statisch, nach DIN 18134), den Leichten Fallgewichtsversuch (dynamisch, schneller) und die Rammsondierung. Der Verdichtungsgrad wird als Verhältnis der erreichten Trockendichte zur Proctordichte angegeben — typisch gefordert: ≥97 % bei Unterbau, ≥100 % bei Oberbau.

Moderne Ansätze setzen auf flächendeckende dynamische Verdichtungskontrolle (FDVK): Sensoren in der Walze messen während der Überfahrt die Bodensteifigkeit und erstellen ein lückenloses Verdichtungsbild. BOMAG (Evib), Hamm (HCQ) und Ammann (ACEforce) bieten solche Systeme an. Die Daten werden GPS-referenziert gespeichert und dienen als Nachweis für den Auftraggeber.